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35 minutes ago
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54 min
In Teil 1 der ICB-Folge sprechen Dr. Sami Ridwan und Prof. Patrick Schuss mit Professorin Waltraud Pfeilschifter, Chefärztin der Klinik für Neurologie am Klinikum Lüneburg und Präsidentin der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. Sie erklärt, warum präklinische Blutdrucksenkung beim zunächst undifferenzierten Schlaganfall schwierig ist, wie Blutdruckkontrolle und Gerinnungsumkehr bei bestätigter Hirnblutung eingeordnet werden und welche Hinweise atypische Blutungslokalisationen auf die Ursache geben. Prof. Waltraud Pfeilschifter erläutert im Gespräch mit Prof. Patrick Schuss und Dr. Sami Ridwan, wie sich eine zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) diagnostizieren lässt und was MRT-Marker über das Rezidivrisiko aussagen. Außerdem geht es um Prognosescores, die Gefahr selbsterfüllender Prognosen und einen vorsichtigen, interdisziplinären Umgang mit Therapielimitierungen bei Hirnblutungen.
Key topics
Präklinisch lässt sich ein ischämischer Schlaganfall nicht sicher von einer intrazerebralen Blutung unterscheiden; eine frühe Blutdrucksenkung könnte bei Großgefäßverschluss die Perfusion gefährden.
Stroke-Mobil-Projekte zeigen laut Pfeilschifter starke Evidenz, sind aber teuer und nicht flächendeckend verfügbar; portable CT-Systeme und Point-of-care-Biomarker werden erforscht.
Die INTERACT-4-Studie untersuchte präklinische Urapidil-Gabe bei schwerem Schlaganfall und hohem Blutdruck; die Gesamtstudie war neutral, während Subgruppen unterschiedliche Effekte bei Infarkt und ICB zeigten.
Bei bestätigter ICB zielt eine rasche, kontrollierte Blutdrucksenkung vor allem darauf, Hämatomexpansion zu begrenzen. In den besprochenen Studien lag das mittlere Blutungsvolumen der Metaanalyse bei etwa 10 ml.
Bei Blutdrucksenkung gilt es laut Gespräch, übermäßige Absenkung zu vermeiden.
Gerinnungsmanagement verlangt Medikamentenanamnese und Laborprüfung. Bei NOAKs sind spezifische Tests nicht überall rasch verfügbar; Reversal kann Hämatomexpansion reduzieren, doch klinischer Nutzen und thrombotische Risiken bleiben abzuwägen.
Pfeilschifter unterscheidet tiefe, klassisch hypertensive Blutungen von lobären Blutungen, die häufiger bei älteren Menschen auftreten und eine weiterführende Ursachensuche nahelegen können.
Bei jüngeren Betroffenen, ungewöhnlicher Lokalisation oder fehlender Hypertonie sollte an strukturelle Gefäßursachen gedacht werden; bei älteren Menschen ist die zerebrale Amyloidangiopathie eine wichtige Differenzialdiagnose. Wie MRT-Sequenzen Blutabbauprodukte, kortikale Mikroblutungen und superfizielle Siderose sichtbar machen und die CAA-Diagnose stützen.
Boston-Kriterien 2.0 berücksichtigen auch nicht-hämorrhagische Marker, darunter erweiterte perivaskuläre Räume und White-Matter-Läsionen.
Multifokale superfizielle Siderose kann bei CAA mit einem Rezidivrisiko von bis zu 30 Prozent im Folgejahr einhergehen; Blutdrucksenkung bleibt ein wichtiger Ansatz.
Der ICH-Score schätzt die 30-Tage-Mortalität ein, ist aber kein alleiniger individueller Prognose- oder Therapieentscheidungsmaßstab.
Der Max-ICH-Score ergänzt die Einschätzung unter anderem um NIHSS, Altersgruppen und die Blutungslokalisation.
Zu frühe Therapielimitierung kann eine selbsterfüllende Prophezeiung erzeugen; Vorzustand, Patientenwille, Frailty und soziale Ressourcen gehören in die Abwägung.
Bei unklarer Ursache kann ein zeitversetztes MRT nötig sein, weil eine akute Blutung eine zugrunde liegende Läsion, etwa eine Metastase, verdecken kann.
In der Akutphase stehen rasche Bildgebung und, bei geeigneten Patienten, konsequente Blutdruckkontrolle sowie Stroke-Unit- oder Neurointensivbehandlung im Mittelpunkt.

Oct 11, 2026
Oct 11, 2026
43 min
In dieser Episode sprechen Dr. Sami Ridwan und Prof. Patrick Schuss mit PD Dr. med. Felix Lehmann aus Bonn über die komplexe Welt der Beatmung in der Neurointensivmedizin. Wir beleuchten die technischen Grundlagen, spezielle Herausforderungen und die Bedeutung einer patientenangepassten Behandlung.
Key Topics
Geschichte und Entwicklung der BeatmungstechnologieUnterschiede zwischen kontrollierter und spontaner BeatmungBedeutung von PEEP und Tidalvolumen in der NeurointensivmedizinSpezielle Herausforderungen bei Hirnverletzungen und ARDSPatientenmonitoring und individuelle Anpassung der BeatmungRisiken und Nebenwirkungen der Beatmung bei neurologischen Patienten

Sep 27, 2026
Sep 27, 2026
34 min
In dieser Folge diskutieren Dr. Sami Ridwan und Prof. Patrick Schuss mit PD Dr. med. Niklas Schäfer aus Bonn, die komplexen Aspekte von Low-Grade-Gliomen, einschließlich molekularer Marker, Therapieansätze und aktueller Paradigmenwechsel in der Neuroonkologie. Wir erklären, warum eine präzise Diagnose und individuelle Behandlung entscheidend sind.
Key Topics
Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen GliomenBedeutung der molekularen Marker IDH und 1p19qRisiko- und Prognosefaktoren bei Low-Grade-GliomenTherapieentscheidungen: Operation, Bestrahlung, ChemotherapieDer Einfluss der Tumorlokalisation auf die BehandlungEntwicklung der Klassifikation von GliomenEpilepsie als Begleiterscheinung bei HirntumorenZukünftige Ansätze in der personalisierten Neuroonkologie

Sep 13, 2026
Sep 13, 2026
41 min
In dieser ersten Folge der dritten Staffel sprechen wir mit Xenia Hautmann, der neuen Assistentensprecherin der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie DGNC, über die Herausforderungen und Chancen in der Weiterbildung der Neurochirurgie. Wir beleuchten die Strukturen, die Einsatzbereitschaft und die Zukunftsperspektiven des Fachs. Mit dieser Folge knüpfen wir an die letzte Folge der vergangenen Staffel mit Prof. Peter Vajkoczy, dem aktuellen DGNC Präsidenten.
Key Topics
Das Junge Forum der DGNC und seine Bedeutung für junge NeurochirurgInnenAktuelle Herausforderungen in der Weiterbildung der NeurochirurgieStrukturelle Probleme und mögliche Reformen in der AusbildungDie Bedeutung der OP-Exposition und Simulationen für die AusbildungGenerationenkonflikte und die Balance zwischen Einsatz und PrivatlebenZukunftsperspektiven und Facharztentwicklung in der Neurochirurgie

Aug 30, 2026
Aug 30, 2026
19 min
In dieser letzten Fast Facts Folge in der Sommerpause geht es um die Diagnose, Klassifikation und Behandlung von duralen AV-Fisteln, inklusive der wichtigsten Untersuchungsmethoden und Risikofaktoren.
Takeaways
Eine unauffällige MRT schließt eine durale AV-Fistel nicht aus.Der Jugularis-Kompressionstest ist ein wichtiger klinischer Hinweis.Der retrograde kortikale venöse Reflux ist der wichtigste Risikofaktor.Die Firstline-Therapie bei AV-Fisteln ist die endovaskuläre Embolisation.Asymptomatische Low-Grade-Fisteln können beobachtet werden.

Aug 16, 2026
Aug 16, 2026
15 min
In dieser Fast Facts Folge in der Sommerpause sprechen Prof. Patrick Schuss und Dr. Sami Ridwan über das intrakranielle Epidermoid, Ursachen, Symptome und die besten Behandlungsansätze.
Takeaways
Definition und Ursachen
Entwicklungsgeschichte und Zellbiologie
Symptome und klinische Präsentation
Operative Strategien und Risiken
Postoperative Komplikationen und Management







